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INTRAcel

Das INTRAcel Verfahren ist eine neue Radiowellen Anwendung, bei der mittels isolierter Nadeln Hochfrequenzstrom gezielt 0,5 bis 2mm in die Haut eingebracht wird, ohne dabei die oberen Hautschichten zu schädigen. Die in die tieferen Hautschichten eingebrachte Wärme führt zu einer Umwandlung der Kollagenstrukturen, was sowohl eine Hautstraffung als auch eine Narbenreparatur bewirken kann.

Wirkungsweise

Es gibt heute viele Hautstraffungsverfahren, die durch die Erwärmung der tieferen Hautschichten dem Kollagenabbau entgegenwirken. Während Laserbehandlungen und andere Technologien nur die oberen Hautschichten erwärmen, dringen die Radiowellen beim INTRAcel Verfahren bis tief in die Dermis und das subkutane Gewebe ein, um dort die wirklich wesentlichen Schichten zu erwärmen und zu straffen.

Die Tiefenwärme stimuliert die natürliche Kollagenneubildung des Körpers. Dadurch kommt es etwa nach 3-6 Wochen zu einer deutlichen Straffung der Haut. Weitere positive Nebeneffekte sind die Verödung störender Gefäße (Couperose, Besenreiser) und die Vernichtung von Aknebakterien. Gleichzeitig können über die sehr feinen und nur kurz sichtbaren Einstichstellen hautverjüngende oder therapeutische Wirkstoffe, wie z.B. Hyaluronsäure, in tiefere Hautschichten eingebracht werden.

Anwendungsgebiete

Ihre Anwendung findet diese revolutionäre Technik bei Narben aller Art, Falten, Aknenarben, großen Poren, Dehnungsstreifen und schlaffer Haut am ganzen Körper, z.B. einer erschlafften Wangenpartie, schlaff herabhängender Haut unterhalb des Kinns („Truthahnhals“), nachlassender Hautelastizität nach Schwangerschaft oder nach einem Gewichtsverlust, Couperose und Besenreisern.

Vorbehandlung

Es sind keine speziellen Vorbereitungen der Haut, wie das Auftragen von Cremes, erforderlich. Die Haut sollte aber bei dem Eingriff nicht übermäßig gebräunt sein. Verzichten Sie bitte auch zur Vermeidung unnötiger Blutergüsse mindestens 14 Tage lang auf die Einnahme von Acetylsalizylsäure-haltigen Arzneimitteln, wie z.B. Aspirin oder Thomapyrin. Leiden Sie unter wiederkehrenden Herpes-Infekten, sollten Sie bei Behandlungen im Lippenbereich 24 Stunden vor bis 4 Tage nach einer Gesichtsbehandlung Aciclovir Tabletten 5x200mg einnehmen, da es ansonsten durch die mechanische Reizung evtl. zu einem ausgedehnten Herpesbefall der behandelten Stellen kommen kann.

Behandlung

Nach örtlicher Betäubung mit einer speziellen Betäubungscreme oder regionalen Nervenblocks ist die Behandlung in der Regel nicht besonders schmerzhaft. Um Schmerzen vorzubeugen, nehmen Sie aber bitte etwa 60 Minuten vor der Behandlung 2g (4x500mg) Paracetamol Tabletten ein.

Das zu behandelnde Hautareal wird schachbrettartig mit dem 1cm2 großen, quadratischen Handstück abgearbeitet. Innerhalb von wenigen Millisekunden dringen 49 sehr feine Goldnadeln senkrecht 0,5-2,0 mm tief in die tieferen Hautschichten ein und erwärmen diese durch einen hochfrequenten Stromimpuls. Da die Nadeln bis auf ihre 0,3mm lange Spitze vollständig isoliert sind, und nur dort Strom abgeben, werden die oberen Hautschichten nahezu komplett verschont. Dies reduziert Schmerzen, Ausfallszeiten und Nebenwirkungen auf ein Minimum. Die Tiefe der Behandlung wird je nach Diagnose und Behandlungsareal eingestellt. Aus Hygiene- und Qualitätsgründen wird für jeden Patienten ein gesondertes Einmalhandstück verwendet, das nach Abschluss der Behandlung entsorgt wird.

Nachbehandlung

Im Gegensatz zu anderen Hautstraffungsverfahren bilden sich nach der Behandlung keine Krusten. Die behandelten Hautstellen sind lediglich ein bis zwei Tage leicht gerötet und geschwollen, dürfen aber sofort nach der Behandlung mit Make Up abgedeckt werden. Nach der Behandlung werden Sie ein Hitzegefühl oder leichtes Brennen verspüren, welche nach einigen Stunden spontan abklingen. In dieser Phase sind das Auflegen von kühlschrankkalten Kühlbeuteln oder feuchte Umschläge hilfreich.

Anschließend sollte ca. 1 Woche lang eine entzündungslindernde Feuchtigkeitscreme, z.B. Cicalfate Creme, angewandt werden. Zur Vermeidung von Pigmentierungen ist darüber hinaus ein Lichtschutz (Faktor 25-50) über mehrere Wochen erforderlich. Solarien, Saunagänge und Schwimmen sollten Sie 4-6 Wochen nach der Behandlung meiden.

Behandlungsergebnis

Der Behandlungseffekt ist relativ rasch erkennbar, erreicht aber aufgrund der erst allmählich einsetzenden Stimulation der Kollagenbildung der Haut erst nach 2-3 Monaten seinen Höhepunkt. Im Gegensatz zu anderen Hautstraffungsverfahren sieht man schon nach ein bis zwei Behandlungen signifikante Verbesserungen (Straffungseffekt, Verschwinden oberflächlicher Fältchen, Gefäße und Pigmentflecke, Verfeinerung des Hautbildes). Bei starkem Elastizitätsverlust der Haut oder tiefen Aknenarben sind aber zwei bis drei Sitzungen im Abstand von 4 Wochen erforderlich.

Risiken und Nebenwirkungen

Obwohl das Verfahren v.a. in Asien bereits seit 5 Jahren erfolgreich eingesetzt wird, sind bisher noch keine schwerwiegenden Nebenwirkungen wie dauerhafte Pigmentstörungen, Narbenbildung oder Nervenverletzungen aufgetreten.

Infektionen, wie Haarwurzelentzündungen oder die vorübergehende Verschlechterung einer vorbestehenden Akne, sind selten und können durch örtlich oder systemisch angewandte Antibiotika rasch therapiert werden. Selten kommt es zu vorübergehenden Pigmentierungen, die durch Bleichcremes schnell zum Abklingen gebracht werden können. Sehr selten kommt es zu einer Reaktivierung einer vorbestehenden Herpesinfektion oder zu einer Kontaktallergie auf die Betäubungscreme.